Selbsthilfe-Schlafapnoe

Newsletter 06 / 2017

Wir hatten beim letzten Treffen nach der außerplanmäßigen Pause im Mai/Juni 25 Besucher.

Ich freue mich über das große Interesse aller Teilnehmer. Wenn nicht einige Mitglieder vorher abgesagt hätten, wäre es wieder sehr eng geworden.

Wir haben im Nachgang zu dem im April aufgetretenen Problem noch einmal über die damalige Situation gesprochen und diese in einigen Punkten nachbereitet.

  1. Problem der Raumgröße (1)
    Wie sich gestern gezeigt hat, kommen immer mehr Mitglieder selbst zu den „normalen“ Gruppentreffen. Sogar bei Vorträgen von Firmen, bei denen meist nur 5-10 Besucher zusätzlich kamen, ist die Resonanz offenbar so groß, dass wir mit 40-50 Besuchern rechnen müssen.
    Unser Besucherschnitt liegt in diesem Jahr bei 24 Mitgliedern, letztes Jahr waren es 20.
    Folge: Ich werde mich nach einem größeren Gruppenraum umsehen.
    Suche nach neuem / größerem Gruppenraum
    Die SEKOS und Mitglieder unserer Gruppe haben einige Vorschläge gemacht, die ich in der nächsten Zeit prüfen werde.
  2. Problem der Raumgröße (2)
    Um bei Vorträgen aller Art in Zukunft nicht mehr das Problem mit einer Überfüllung und daraus erforderlichen vorzeitigen Schließung des Gruppenraumes zu haben, werden wir, bis wir einen größeren Raum gefunden haben, mit Anmeldungen arbeiten.Die Gruppe hat deshalb vorübergehend folgendes Vorgehen beschlossen: NUR BEI VORTRÄGEN, werden sich alle Interessenten (auch die langjährigen Gruppenmitglieder) bei mir telefonisch oder per E-Mail anmelden. Bei normalen Gruppentreffen ist keine Anmeldung erforderlich. Ich werde auch in unserem Terminkalender explizit darauf hinweisen. In der Zeitung werde ich darauf hinweisen, dass es keine Garantie und kein Anrecht auf Einlass gibt und dass Einlass nur solange gewährt wird, wie Plätze zur Verfügung stehen. Außerdem werde ich mit einem entsprechenden Schild an der Eingangstür ggf. auch darauf hinweisen.Diese Maßnahmen sollten hoffentlich genügen, um künftigen Beschwerdeführern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Sofern wir einen größeren Gruppenraum bekommen, können wir das Anmeldeverfahren, das ja wieder einen gewissen Mehraufwand bedeutet, noch einmal überdenken.
    Bei Veranstaltungen wird sich ein Gruppenmitglied (wer, wird im Treffen im Monat zuvor besprochen) ausschließlich um neue Besucher und die Platzeinweisung kümmern.
  3. Gesundheitsmesse am 21.04 und 22.04.2018
    Die SHG Frankfurt hat in den vergangenen Jahren mit ihrem Stand an der Gesundheitsmesse in Hanau teilgenommen.
    Ab dem Jahr 2018 übernehmen wir das, weil Hanau eher zu unserem Einzugsgebiet als zu Frankfurt gehört. Zu dieser Messe kamen im letzten Jahr über 7000 Besucher. Es haben sich einige Mitglieder bereit erklärt, die Standbesetzung zu übernehmen.

    Die Öffnungszeiten an beiden Tagen ist von 10-18 Uhr.
    Aufbau erfolgt am Freitag Abend.
    Bei der SEKOS hat es sich bewährt, den Stand in zwei oder drei Schichten zu besetzen, so dass keiner der ehrenamtlichen Helfer einen ganzen Tag opfern muss.

    Für die beiden Schichten Samstag Nachmittag und Sonntag Vormittag könnten wir also noch jeweils zwei Helfer/innen gebrauchen.
    Es wurde die Befürchtung geäußert, dass man an einem Stand besonders viel Fachwissen benötigt.
    Das ist meines Erachtens nicht unbedingt erforderlich. Wichtig ist die eigene Erfahrung. Mit Praxistipps oder einem guten Rat eines Betroffenen ist den meisten Menschen mehr geholfen, als wenn man sie mit Fachwissen überschüttet. Eine Liste mit Ärzten und Schlaflaboren werde ich am Stand bereit legen. Wir wollen Selbsthilfe bieten und nicht die Beratung durch den Arzt ersetzen.

  4. Selbsthilfe
    Ein Gruppenmitglied fragte, was Selbsthilfe denn genau bedeutet.

    Hierzu ein paar Informationen:
    Die Selbsthilfe wird gerne als die vierte Säule des Gesundheitssystems bezeichnet.

    1. (Primär-)Säule: Ärzte + Apotheken
    2. (Sekundär-)Säule: Krankenhäuser
    3. (Tertiär-)Säule: Nachsorge / Rehabilitätion, Pflegedienste

    Wenn Menschen in der medizinischen Behandlung die drei Säulen durchlaufen haben, sind Selbsthilfegruppen zur Nachsorge und Begleitung da.
    Formen der Selbsthilfe finden sich bereits in den mittelalterlichen Gilden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben Menschen Selbsthilfe in Genossenschaften verwirklicht.

    Durch diese und ähnliche Gemeinschaften haben Menschen ihre materielle Not gelindert.

    Nach 1935 entstanden in Amerika die ersten Selbsthilfegruppen von alkoholabhängigen Menschen – die Anonymen Alkoholiker. Daraus entstand eine weltweite Bewegung von Anonymen Gruppen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Selbsthilfe-Organisationen gegründet. Sie vertreten seither die Interessen von Menschen, die unter den Folgen von Krankheiten und Behinderungen leiden. Seit dem Ende der siebziger Jahre gibt es in Deutschland Selbsthilfegruppen. Ihre Mitglieder helfen sich gegenseitig, die ständig wachsenden Anforderungen im Leben zu bewältigen.

    Heute wird mit dem Begriff Selbsthilfe ein breites Spektrum verschiedener Zusammenschlüsse bezeichnet. Sie unterscheiden sich in ihren Zielen, ihren Organisationsformen und ihren Arbeitsweisen.

    Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Menschen, die in ähnlichen Lebenssituationen stehen oder von gleichen Schwierigkeiten betroffen sind. Das Ziel ihrer gemeinsamen Arbeit ist die Bewältigung sozialer, persönlicher oder krankheitsbedingter Belastungen.

    Das Ziel von Selbsthilfegruppen ist, die persönliche Situation des einzelnen Gruppenmitglieds zu verbessern und seine sozialen Fähigkeiten zu stärken oder zu erweitern.

    Selbsthilfegruppen arbeiten ohne formelle oder professionelle Leitung. Sie gestalten die Form ihres Miteinanders entsprechend den Bedürfnissen ihrer Mitglieder.

    Die Methode von Selbsthilfegruppen ist das regelmäßige – meist wöchentliche – gemeinsame und gleichberechtigte Gespräch.

    Menschen, die in einer Selbsthilfegruppe arbeiten, stärken sich durch ihre vertrauensvolle Beziehung zu den anderen Gruppenmitgliedern. Sie festigen ihr Selbstwertgefühl und lernen, ihre sozialen Beziehungen außerhalb der Gruppe zu verbessern.

    Selbsthilfegruppen brauchen Leitlinien, an denen sie sich orientieren. Zum Beispiel:

    Was in einer Gruppe besprochen wurde, wird an Außenstehende nicht weitergegeben
    Alle Mitglieder sind in der Selbsthilfegruppe, um etwas für sich selbst zu tun
    Jedes Gruppenmitglied ist für sich selbst und für die Gruppe verantwortlich
    Die Teilnahme an der Gruppe ist kostenlos
    Die Mitglieder schließen sich freiwillig zu einer Selbsthilfegruppe zusammen
    Die Gruppensitzungen finden regelmäßig statt

    Weitere Infos zur Selbsthilfegruppe und deren Arbeit und Organisation werde ich in jedem Monat etwas weiter ausführen.

    Es wurden weitere Themen besprochen, die hier im öffentlichen Newsletter jedoch nicht veröffentlicht werden.

    Bei Interesse besuchen Sie gerne unsere Selbsthilfegruppe. Sie werden dann in den persönlichen Mail-Verteiler mit weiteren Infos aufgenommen.

Das nächste Gruppentreffen findet am 27.07.2017 statt.

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