Selbsthilfe-Schlafapnoe

Schnarchen

Vielleicht sind Sie auf diese Seite gekommen, weil Sie schnarchen.
Vielleicht hat Ihnen Ihr/e Partner/in gesagt, dass Sie nachts im Schlaf aufhören zu atmen. Und nun suchen Sie nach Informationen.

Um herauszufinden, ob Sie möglicherweise an einer bisher unerkannten Schlafstörung leiden, beantworten Sie doch einmal die folgenden Fragen:

  • Schnarchen Sie nachts laut und unregelmäßig?
  • Fühlen Sie sich tagsüber oft müde und „wie gerädert“?
  • Fällt es Ihnen oft schwer sich auf eine Tätigkeit zu konzentrieren?
  • Haben Sie Mühe, sich beim Autofahren wach zu halten?
  • Schlafen Sie ein sobald Sie nur wenige Minuten etwas lesen?
  • Schlafen Sie beim Fernsehen oft ein?
  • Haben Sie zu hohen Bluthochdruck?
  • Haben Sie Übergewicht?
  • Schwitzen Sie nachts?
  • Haben Sie oft Kopfschmerzen?
  • Berichtet Ihr Partner davon, dass Sie nachts Atemaussetzer haben und er/sie deshalb oft Angst dass, dass Sie ersticken?

Wenn Sie mehr als eine Frage mit „JA“ beantwortet haben (insbesondere die erste und letzte Frage), dann sollten Sie sich unbedingt von einem Arzt untersuchen lassen.

Sie können vorab aber auch Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe aufnehmen, die Ihnen mit der Erfahrung ihrer Mitglieder vorab bereits mit vielen Auskünften helfen kann.

So wird man Ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Arzt, nach Schlaflaboren und vielem mehr hilfreich zur Seite stehen. Aber auch nach einem Arztbesuch kann eine Gruppe weiter führende Hilfe leisten.

Wenn Sie aus der Region Main-Kinzig kommen, besuchen Sie uns doch einfach einmal an einem unserer Gruppenabende.

Nähere Infos finden Sie hier

Schnarchen: Wer ist betroffen?

Viele Menschen schnarchen.
Männer häufiger als Frauen,
Über 40 jährige öfter als jüngere
Übergewichtige häufiger als Normalgewichtige

Meist ist schnarchen, gesundheitlich gesehen, harmlos. Lästig ist es allemal – zumindest für den nebenan liegenden Partner.

Bei ca. 10 % aller Schnarcher hat das Schnarchen aber eine gefährliche Komponente. Denn wenn sich im Schlaf die Muskelspannung verringert, kann das Gaumensegel (hinten im Rachen der Bereich um das Zäpfchen“) erschlaffen und wie ein Segel im Luftstrom flattern, was dann das bekannte Schnarchgeräusch verursacht.

Wenn die Muskelspannung jedoch so stark nachlässt, dass sich die Atemwege komplett verschließen und in sich zusammmen fallen, muss sehr viel mehr Kraft zum Atmen aufgewendet werden. Schlimmstenfalls verschließen sich die Atemwege komplett, was einen vorübergehenden Atemstillstand hervorruft.
Durch die dann unzureichende Atmung kommt es zu einem Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut, zum Abfall der Herzfrequenz und zu einem Anstieg des Blutdrucks.

Da man droht zu ersticken, reagiert das Gehirn durch einen „Alarm“: Man wacht ganz kurz auf, und als Reaktion auf diese Stresssituation wird Adrenalin ausgeschüttet.

Die Muskelspannung steigt nun wieder an, man atmet normal weiter und schläft erneut ein.

Und nun beginnt das Schauspiel, von dem der Betroffene in der Regel nicht einmal etwas mit bekommt, von vorne. Im schlimmsten Fall einige 100 Mal pro Nacht.
Sie können sich sicher vorstellen, wie es ist, wenn man mehrere hundert Mal in jeder Nacht kurz aufwacht: Man erreicht die REM- und Tiefschlafphasen nicht mehr, der Schlaf ist nicht erholsam.
Das Schlimme ist, dass man sich an diese vielen Weckreaktionen nicht mehr erinnert, da sie zu kurz waren und man wundert sich am nächsten Tag, warum man so müde ist. Schließlich hat man doch 8 Stunden im Bett zugebracht und vermeintlich lange geschlafen.

Langfristig gesehen können sich durch den dauernden Sauerstoffmangel im Blut Folgeerkrankungen wie hoher Blutdruck und Herzrhythmusstörungen entwickeln. Die Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls steigt extrem stark an.

Weitere Infos: